Hyporheal

Die hyporheische Zone

Die hyporheische Zone ist das Herz jedes Fließgewässers: ohne eine intakte hyporheische Zone ist kein funktionsfähiges Fließgewässerökosystem möglich.

Als hyporheische Zone werden die Sedimente der Fließgewässer und benachbarter Bereiche bezeichnet. Sie sind die Schnittstelle zwischen dem Fließgewässer, seinem Einzugsgebiet und dem Grundwasser. Im Lückensystem der Fließgewässersedimente vermischen sich Grundwasser und Oberflächenwasser.

Die Beschaffenheit des Lückensystems hat großen Einfluss auf die Austauschvorgänge zwischen Grundwasser und Oberflächenwasser. In der hyporheischen Zone findet sich der weit größte Teil der Gewässerbiomasse, Bakterien und Tiere, und vor allem hier erfolgt der als Selbstreinigung bezeichnete Abbau organischen Materials.

Das derzeit größte Problem vieler Fließgewässer ist der Eintrag feinster Sedimente aus dem Einzugsgebiet, wodurch das Lückensystem verstopft (Kolmation). Selbstreinigungskraft, Artenvielfalt und Besiedlungsdichte gehen drastisch zurück. Diese so genannte Kolmation ist die Hauptursache für die katastrophalen Bestandsrückgänge u. a. der Flussperlmuscheln. Kieslaichende Fische wie Lachse und Forellen können sich in kolmatierten Gewässern nicht mehr erfolgreich fortpflanzen.

Den guten ökologischen Zustand zu erreichen, ist das Ziel der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL). Dies setzt eine Bewertung des Gewässerzustandes, die Analyse seiner Defizite und die Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmenprogrammen voraus.

Überraschenderweise berücksichtigt die WRRL dabei die hyporheische Zone nicht. Dies erklärt, warum zahlreiche Fließgewässer trotz guter chemischer und struktureller Qualität, bei der Bewertung der Lebensgemeinschaften sehr schlecht abschneiden. Für erfolgreiche Maßnahmen zum Erreichen des guten ökologischen Zustandes, genauso wie bei Artenschutzmaßnahmen z.B. für Großmuscheln), ist deshalb die hyporheische Zone unbedingt mit einzubeziehen.

Wir bieten umfassende Beratung für Fachbehörden, Wasserverbände und Planungsbüros zu

  • allen Fragen zur Fließgewässerökologie und der hyporheischen Zone
  • Bewertung der hyporheischen Zone
  • Maßnahmen zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL)
  • FFH- und Umweltverträglichkeitsstudien

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